Wie Projektportfolio­management in der Praxis gelingt - itdesign Blog

Wie Projektportfolio­management in der Praxis gelingt

Diese 4 Herausforderungen im PPM kennen alle. Hier die praktischen Lösungsansätze.

3 min Lesedauer

„Wir arbeiten permanent am Limit, aber die wirklich wichtigen strategischen Themen kommen trotzdem nicht voran.“ Kommt Ihnen dieser Gedanke bekannt vor?

Viele Menschen kennen diese Situation nur zu gut: Die Tage sind voll, die To-do-Listen lang, Meetings reihen sich aneinander. Teams arbeiten bis spät in den Abend, überall wird parallel an „dringenden“ Themen gearbeitet. Und trotzdem bleibt am Ende das Gefühl, dass die wirklich wichtigen Vorhaben auf der Strecke bleiben.

Was kurzfristig notwendig erscheint, verdrängt langfristig Relevantes. Das sorgt nicht nur für Frust, sondern verhindert auch strategischen Fortschritt. Genau an diesem Punkt setzen viele Organisationen mit Projektportfoliomanagement an.

Doch was steckt eigentlich dahinter? Welche Herausforderungen begegnen Unternehmen dabei immer wieder? Und wie lässt sich PortfoliomanagementPortfoliomanagementPortfoliomanagement ist die strategische Steuerung einer Gesamtheit von Projekten, Programmen oder Investitionen innerhalb eines Unternehmens. so gestalten, dass es tatsächlich Fokus und Entlastung schafft?

  1. Was verstehen wir unter Projektportfoliomanagement?
  2. Typische Herausforderungen im Projektportfoliomanagement
  3. Wie Unternehmen diese Herausforderungen meistern
  4. Lösungsansätze für die Praxis

Was verstehen wir unter Projektportfoliomanagement?

ProjektportfoliomanagementProjektportfoliomanagementProjektportfoliomanagement bezeichnet die zentrale Steuerung aller Projekte eines Unternehmens. (PPM) ist eine hilfreiche Methode, um Unternehmensaktivitäten wie ProjekteProjektEin Projekt ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben mit klar definierten Zielen, Ressourcen und einem konkreten Ergebnis., Initiativen oder Ideen transparent zu machen, zu priorisieren und begrenzte RessourcenRessourceEine Ressource ist ein materielles oder immaterielles Mittel, das zur Durchführung eines Projekts eingesetzt wird. auf die wichtigsten Aktivitäten zu fokussieren.

In der Praxis setzt sich PPM aus vier Handlungen zusammen, die eng miteinander verzahnt sind und sich zyklisch wiederholen. Diese fassen wir in unserem Lean PPM Modell zusammen:

Lean PPM Modell

1. Strategize – Strategie übersetzen

Am Anfang steht die Frage: Was ist unserem Unternehmen wirklich wichtig? Dafür wird die UnternehmensstrategieUnternehmensstrategieSynonym für → Strategische PlanungLangfristige Ausrichtung eines Unternehmens. in konkrete Bewertungskriterien übersetzt, anhand derer ProjekteProjektEin Projekt ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben mit klar definierten Zielen, Ressourcen und einem konkreten Ergebnis. später beurteilt werden können.

Diese Kriterien unterscheiden sich je nach Organisation. Für manche stehen Kosten und Budgettreue im Vordergrund, für andere Umsatzpotenziale, Risikominimierung oder Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Mehrwert. Entscheidend ist: Die Kriterien müssen klar definiert und für alle nachvollziehbar sein.

2. Collect – Ideen und Projekte sammeln

Im nächsten Schritt werden alle Projektideen und Initiativen im Unternehmen zusammengetragen und bewertet. Ziel ist eine vollständige Transparenz darüber, was grundsätzlich möglich wäre – unabhängig davon, ob es später umgesetzt wird oder nicht.

Erst wenn alle Vorschläge sichtbar sind, lassen sie sich sinnvoll vergleichen und priorisieren.

3. Decide – Entscheidungen treffen

Auf Basis der Bewertungskriterien wird das ProjektportfolioProjektportfolioSynonym für → InvestitionsportfolioGesamtheit aller Projekte innerhalb eines Unternehmens. zusammengestellt. Hier geht es um klare Prioritäten und um ehrliche Entscheidungen:

  • Welche ProjekteProjektEin Projekt ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben mit klar definierten Zielen, Ressourcen und einem konkreten Ergebnis. zahlen am stärksten auf unsere Strategie ein?
  • Was können wir mit den vorhandenen RessourcenRessourceEine Ressource ist ein materielles oder immaterielles Mittel, das zur Durchführung eines Projekts eingesetzt wird. realistisch umsetzen?
  • Wo müssen wir bewusst Nein sagen?

ProjektportfoliomanagementProjektportfoliomanagementProjektportfoliomanagement bezeichnet die zentrale Steuerung aller Projekte eines Unternehmens. bedeutet immer auch, nicht alles gleichzeitig zu tun.

4. Execute – Umsetzung steuern

Auch nach der Entscheidung bleibt PortfoliomanagementPortfoliomanagementPortfoliomanagement ist die strategische Steuerung einer Gesamtheit von Projekten, Programmen oder Investitionen innerhalb eines Unternehmens. relevant. In der Umsetzung treten regelmäßig Ziel- und Ressourcenkonflikte auf – etwa, wenn mehrere ProjekteProjektEin Projekt ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben mit klar definierten Zielen, Ressourcen und einem konkreten Ergebnis. dieselben Schlüsselpersonen benötigen.

ProjektportfoliomanagementProjektportfoliomanagementProjektportfoliomanagement bezeichnet die zentrale Steuerung aller Projekte eines Unternehmens. sorgt dafür, dass in solchen Situationen nachgesteuert wird und klar ist, welches Projekt Vorrang hat.

Typische Herausforderungen im Projektportfoliomanagement

In der Praxis beobachten wir immer wieder ähnliche Stolpersteine, wenn Unternehmen ProjektportfoliomanagementProjektportfoliomanagementProjektportfoliomanagement bezeichnet die zentrale Steuerung aller Projekte eines Unternehmens. einführen oder weiterentwickeln.

Fehlende Transparenz

Informationen zu Projekten und Ideen sind häufig über verschiedene Tools, Excel-Listen, Whiteboards oder sogar Notizzettel verteilt. Allein das Zusammenführen dieser Informationen kostet viel Zeit und Energie. Eine konsolidierte Sicht auf das gesamte Portfolio fehlt.

Unklare Entscheidungsrollen

Oft ist nicht klar geregelt, wer über ProjekteProjektEin Projekt ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben mit klar definierten Zielen, Ressourcen und einem konkreten Ergebnis. entscheidet. Trifft die Geschäftsführung jede einzelne Entscheidung? Gibt es ein Portfolio-Gremium? Oder werden Entscheidungen gar nicht konsequent getroffen? Fehlende Klarheit bei Rollen, Verantwortlichkeiten und Abläufen bremst den Prozess aus.

Entscheidungen nach Bauchgefühl

Wenn Bewertungskriterien nicht eindeutig definiert sind, werden Projekte subjektiv priorisiert. Das führt zu geringer Akzeptanz, Frust bei abgelehnten Projektverantwortlichen und dem Gefühl von Intransparenz.

Zu viele Projekte gleichzeitig

Werden Projekte nicht konsequent priorisiert oder auch bewusst gestoppt, landen zu viele Initiativen parallel im Portfolio. Die Folge: Überlastung, ständige Kontextwechsel und erneut das Gefühl, dass nichts wirklich vorankommt.

Wie Unternehmen diese Herausforderungen meistern

Erfolgreiches ProjektportfoliomanagementProjektportfoliomanagementProjektportfoliomanagement bezeichnet die zentrale Steuerung aller Projekte eines Unternehmens. entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel aus klaren Prozessen und geeigneter Tool-Unterstützung.

Unsere Erfahrung zeigt: Unternehmen brauchen einen schlanken, aber stabilen Portfoliomanagement-Prozess, in dem alle vier Elemente sinnvoll aufeinander abgestimmt sind. Und sie brauchen eine Software als Werkzeug, die diesen Prozess bestmöglich unterstützt. Gelingt diese Kombination, sorgt effektives Projektportfoliomanagement für genau das, was vielen Unternehmen heute fehlt: Fokus, Klarheit und Entlastung – auf Portfolio-Ebene ebenso wie im Arbeitsalltag der Teams.

Lösungsansätze für die Praxis:

  • 1. Transparenz schaffen durch einen zentralen Ort der Wahrheit

    Schaffen Sie einen zentralen Ort, an dem alle Informationen von neuen Projektideen über laufende Projekte bis hin zur Unternehmensstrategie gesammelt werden. So vermeiden Sie die Verteilung über verschiedene Tools, Listen oder Notizen und erhalten eine konsolidierte Sicht auf Ihr gesamtes Portfolio – ohne zeitaufwendiges Zusammenführen.

  • 2. Klare Entscheidungsrollen und -prozesse etablieren

    Definieren sie eindeutig, wer zu welchem Zeitpunkt Entscheidungen im Projektportfolio treffen muss. Ein Tool wie Clarity kann den Rollen helfen konsequent Entscheidungen zu treffen und diese zu kommunizieren, indem wichtige Prozessschritte automatisiert werden.

  • 3. Entscheidungen auf eine fundierte Datengrundlage stellen

    Legen Sie klare Bewertungskriterien fest, auf deren Basis Projekte priorisiert werden. So schaffen Sie eine objektive Entscheidungsgrundlage, erhöhen die Akzeptanz im Team und sorgen für mehr Transparenz im Priorisierungsprozess.

  • 4. Projekte kontinuierlich priorisieren und bewusst beenden

    Priorisieren Sie Ihr Projektportfolio regelmäßig und haben Sie den Mut, Projekte bei Bedarf gezielt zu stoppen. Dadurch vermeiden Sie zu viele parallele Initiativen, reduzieren Überlastung und schaffen Raum, damit die wichtigsten Themen wirklich vorankommen. Clarity bündelt als zentraler Ort der Wahrheit alle relevanten Informationen für fundierte Priorisierungsentscheidungen.

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